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Festgeld in Österreich

Stand: Juli 2026. Alles was österreichische Anleger wissen müssen: KESt auf Sparzinsen, Einlagensicherung und aktuelles Zinsumfeld.

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Einlagensicherung

100.000 € pro Person und Bank. Schutz durch österreichische Einlagensicherung sowie EU-weite Richtlinien.

KESt

25 % auf Spar- und Festgeldzinsen. Für österreichische Anleger gibt es keinen Sparerpauschbetrag wie in Deutschland.

Zinsen

Die OeNB meldete für März 2026 bei neuen Einlagen privater Haushalte je nach Laufzeit grob rund 1,6 bis 1,7 % p.a. Top-Angebote können darüber liegen.

Stand: Juli 2026

Aktuelles Marktbild für Österreich

Die EZB erhöhte am 11. Juni 2026 die Leitzinsen um 25 Basispunkte; die nächste Sitzung folgt am 22./23. Juli 2026. Für österreichische Anleger bleibt Festgeld damit interessant, aber die Unterschiede zwischen Standardangeboten und wirklich guten Direktbank-Offerten sind deutlich. Ein Vergleich über Laufzeit, Einlagensicherung und Steuerabwicklung lohnt sich mehr denn je.

Laut Schnellschätzung von Statistik Austria lag die Inflation im Mai 2026 bei 3,7 % (gegenüber 3,4 % im April). Das macht die reale Rendite nach KESt 2026 zu einem wichtigen Auswahlkriterium für Festgeld.

Stand: Juli 2026

Aktuelle Festgeldzinsen Juli 2026

Vergleich ausgewählter Festgeld-Angebote für österreichische Anleger – inklusive Inlandsbanken und EU-Direktbanken.

Bank Land Laufzeit Zins p.a. Mindestanlage Einlagensicherung
J&T Direktbank Tschechien (AA) 24 Mon. 3,20% ab 1.000 € 100.000 €
HoistSpar (via Raisin) Schweden (AAA) 12 Mon. 3,10% ab 1 € 100.000 €
Kommunalkredit Invest Österreich 24 Mon. 2,75% ab 1.000 € 100.000 €
Kommunalkredit Invest Österreich 12 Mon. 2,55% ab 1.000 € 100.000 €
bank99 Fixsparen99 Österreich 12 Mon. 2,40% ab 3.000 € 100.000 €

Zinssätze ohne Gewähr, Stand Juli 2026. Keine Anlageberatung.

Wie hoch sind die Festgeldzinsen in Österreich im Juli 2026?

Für österreichische Anleger reichen die Festgeldzinsen im Juli 2026 von etwa 2,40 % bis 3,20 % p.a. Inlandsangebote wie Kommunalkredit Invest bieten 2,55 % (12 Monate) und 2,75 % (24 Monate) bei Mindestanlage ab 1.000 €. bank99 Fixsparen99 liegt bei 2,40 % für 12 Monate. Deutlich höhere Renditen erzielen EU-Direktbanken: HoistSpar (über Raisin) zahlt 3,10 % für ein Jahr, J&T Direktbank 3,20 % für 24 Monate – jeweils mit EU-Einlagensicherung bis 100.000 €. Die OeNB meldete für März 2026 Durchschnittszinsen von 1,6 bis 1,7 % p.a. Auf alle Zinserträge fällt KESt von 25 % an; ein Sparerpauschbetrag wie in Deutschland existiert nicht. Bei einer Inflation von 3,7 % (Mai 2026) sollten Anleger die reale Rendite nach Steuern kalkulieren. Ein Vergleich zwischen österreichischen und EU-Banken lohnt sich besonders für höhere Anlagebeträge.

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KESt - Kapitalertragssteuer in Österreich

Für Spar- und Festgeldzinsen gilt in Österreich grundsätzlich eine Kapitalertragsteuer (KESt) von 25 %. Der Satz von 27,5 % betrifft vor allem andere Kapitaleinkünfte wie Dividenden oder realisierte Kursgewinne.

KESt-Sätze in Österreich

Steuerart Satz
Spar- und Festgeldzinsen 25,00%
Andere Kapitaleinkünfte (z.B. Dividenden) 27,50%

Kein Sparerpauschbetrag in Österreich

0 €
Es gibt für Sparzinsen keinen Freibetrag nach deutschem Vorbild.

Steuerabwicklung bei österreichischen und ausländischen Banken

Österreichische Banken behalten die KESt auf Sparzinsen in der Regel automatisch ein. Bei ausländischen Banken müssen Zinserträge häufig in der Steuererklärung gesondert angegeben werden, wenn keine österreichische KESt abgeführt wurde.

Regelbesteuerungsoption

Wenn Ihr persönlicher Einkommensteuersatz niedriger ist, kann im Einzelfall eine Veranlagung sinnvoll sein. Im Zweifel sollten Sie die individuelle steuerliche Behandlung prüfen lassen.

Festgeld bei deutschen Banken für Österreicher

Österreichische Staatsbürger können problemlos bei deutschen Banken Festgeld eröffnen. Die EU-Binnenmarktrichtlinien garantieren den grenzüberschreitenden Zugang zu Bankdienstleistungen.

Vorteile

  • ✓ Höhere Zinsen oft bei deutschen Direktbanken
  • ✓ Gleiche Einlagensicherung (100.000 €)
  • ✓ Keine zusätzlichen Gebühren
  • ✓ Online-Kontoeröffnung möglich

Zu beachten

  • → Ausländische Zinserträge müssen in Österreich oft selbst erklärt werden
  • → Einlagensicherung und steuerliche Unterlagen der Bank genau prüfen
  • → Identifikation per Video-Ident oder Post-Ident

Häufige Fragen zu Festgeld in Österreich (Juli 2026)

Welche Festgeldzinsen sind in Österreich im Juli 2026 am höchsten?

EU-Direktbanken führen das Ranking an: J&T Direktbank bietet 3,20 % für 24 Monate, HoistSpar 3,10 % für 12 Monate. Unter österreichischen Banken liegt Kommunalkredit Invest mit 2,75 % (24 Mon.) und 2,55 % (12 Mon.) vorne, gefolgt von bank99 mit 2,40 %.

Muss ich KESt auf Festgeldzinsen aus EU-Banken in Österreich zahlen?

Ja. Auf alle Zinserträge aus Festgeld fällt in Österreich KESt von 25 % an – unabhängig davon, ob die Bank in Österreich oder im EU-Ausland sitzt. Bei ausländischen Banken ohne österreichische KESt-Abführung müssen die Erträge in der Steuererklärung angegeben werden.

Lohnt sich Festgeld bei österreichischen Banken oder EU-Direktbanken?

EU-Direktbanken bieten im Juli 2026 bis zu 0,65 Prozentpunkte mehr Zins als Inlandsangebote. Bei 50.000 € Anlage bedeutet das rund 325 € Mehrertrag pro Jahr – abzüglich 25 % KESt. Die EU-Einlagensicherung bis 100.000 € gilt in beiden Fällen.

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